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Sie wirken zart und zerbrechlich – bis sie in ihre Ausrüstung schlüpfen, Brustpanzer und Eishockeyhose anziehen. Sie versinken nahezu in knielangen Trikots, die wie vom großen Bruder geborgt wirken.

Bewehrt mit Helm und Schläger geht es dann aufs Eis, wo die Kinder in Vor- und Grundschulalter dem Puck hinterher jagen. Sie schenken sich gegenseitig nichts, nicht selten gibt es Rempeleien, Stürze und zerbrochene Schläger. Das ist der Nachwuchs vom MEKJ, dem Münchener Eishockeyverein für Kinder und Jugendliche.

Einen Winter lang begleitet der Film die Kinder bei Training, Turnieren und Wettkämpfen. Er zeichnet unterschiedliche Befindlichkeiten der jungen Spieler-innen und das Besondere der Sportart aus verschiedenen Blickwinkeln nach. Liebevoll und zugleich streng, die Kommentare des Trainers, der die Eltern aus der Kabine wirft, um mit den kleinen Kämpfern und Kämpferinnen "Klartext" reden zu können. Hart aber herzlich, ist sein Motto...

 

 

Spielen statt Kämpfen

Größe und Stärke sind nur scheinbar die wichtigsten Eigenschaften eines Eishockeyspielers. Der Sport ist mehr als bloßes Austoben und Prügeln, vielmehr lernen die Kinder Teamgeist, Disziplin und Spaß am Sport. Ohne das vorrangige Ziel des Siegens haben alle Kinder die Möglichkeit zu spielen, egal ob gut oder schlecht, ob klein oder groß.

 

 

Eishockey als Lebenshaltung

Viele der Spieler, die anfangs eher schüchtern und wenig selbstbewusst waren, wurden durch das Training zu selbstsicheren Kindern. Auf dem Eis lernen sie, die Balance zu halten und blitzschnell zu reagieren. Ganz gleich, wie oft sie hinfliegen – sie stehen wieder auf und machen weiter, eine Haltung, die auch für den Alltag wertvoll ist.

In den großen Eishockeynationen wie Finnland oder Kanada werden die Kinder erst einmal zum Ballett geschickt, um fit fürs Eis zu werden. Auch die Münchener legen besonderen Wert auf Balance, Technik und Taktik, wozu vor allem das Beherrschen des Eislaufens gehört.

Denn so roh die Spielabläufe auch wirken, sobald die Kinder ihre Schutzpanzer wieder ablegen, sind sie doch wieder Kinder, verletzlich und liebenswert zugleich.

Anders als bei den erwachsenen Profispielern mit ihren „Pokergesichtern“ liegen bei den Kindern alle Emotionen noch offen, bleiben dem Beobachter nicht verschlossen. Und auch den Trainern werden gänzlich andere Qualitäten als gewöhnlich abverlangt. So eröffnet der Film neue Perspektiven und begleitet die Kinder durch Regen, Wind und Schnee, bis sich im Frühjahr wieder eine Eissaison dem Ende neigt.

 

 

Technische Daten

  • Arbeitstitel: Icing (Dokumentation)
  • Status: Produktion
  • Regie: Mathias Allary
  • Drehbuch: Mathias Allary